Kniesbüggel?

Stadt Köln Doppelter Ursula- oder Drei-Königen-Taler o. J. (um 1620/30 geprägt) Vs.: Die Hl. Drei Könige stehen v.v. als Schutzpatrone über dem Stadtwappen mit den drei Kronen und 16 (statt 11) Funken. Umschrift, unterbrochen von den kleinen Wappenschilden, die man den Hl. Drei Königen zugedacht hatte: IASPAR MELCHI OPET*BA LTASAR, darunter in gotischer Schrift: O FELI´(x) COL.(onia), oh glückliches Köln (glücklich, die Gebeine der hl. Drei Könige beherbergen zu dürfen). Rs.: Schiff, in der Mitte hl. Ursula mit Pfeil in der Brust, rechts der legendäre hl. Papst Cyriacus mit Doppelkreuzstab, links der englische Prinz Aetherius, daneben und dazwischen angedeutet die Jungfrauen. Links darüber die Standarte mit den drei englischen Leoparden, rechts mit sechs Vehe (Feh, ursprünglich Eichhörnchen-Pelze) für die Bretagne. SANGVI´E NI ROSEO REGNA VICERE SVPE´NA (sanguine hic roseo regna vicerunt superna, ein Vers aus einem Hymnus). Silber, 56,20 g, Ø 46 mm
Stadt Köln – Doppelter Ursula- oder Drei-Königen-Taler o. J. (um 1620/30 geprägt) Darstellung stilisiert – Original im Geldmuseum der Kreissparkasse Köln.

Was
Kniesbüggel, kölsch “der” – Geizhals, Geizkragen, Synonym “Knieskopp”. Trotzdem für dieses Projekt titelgebend, denn wie hieß es doch in der Karnevalssession 2018/2019 so schön: „Uns Sproch ess Heimat!“. Auch, weil das Kölsche ihm die Schärfe nimmt, verwende ich als Nicht-Kölnerin diesen Begriff um Mitmenschen zu zeigen, dass man in Köln auch für wenig Geld viel erleben kann.

Warum?
Köln ist teuer und bleibt es in absehbarer Zeit auch. Dennoch bietet die Stadt einige Möglichkeiten, sich mit wenig oder ganz ohne Geld einen schönen Tag zu machen.

Köln für Arme?
2008 veröffentlichte Bernd Wagner seinen „Stadtführer“ „Berlin für Arme“ im Eichborn-Verlag, just zu der Zeit, als der Verfasserin dieser Zeilen der Gedanke an ein ähnliches Buch für Köln im Kopf herumspukte. Persönliches sowie der Gedanke „wenn ich das jetzt mache, bin ich nur die Imitatorin“ legten das Projekt „auf Eis“. Die spätere Lektüre von Wagners Werk offenbarte jedoch, dass es für Leser viel Unterhaltungs-, ein bisschen Erkenntnis- aber kaum praktischen Wert hat. Mir schwebte dagegen ein evtl. langweiligeres, dafür nützlicheres Buch mit konkreten Tipps vor. Die Wiederaufnahme scheiterte an der Erkenntnis, dass ein Buch mit dieser Zielgruppe billig zu erwerben sein muss (unter 10 Euro – Reaktion eines Verlages: „Wir haben keine Bücher für unter 10 Euro!“). Einer sorgfältigen Recherche und schönen Gestaltung steht also die Preispolitik entgegen.

Der 2018 von Patricia Kirsch verfasste Freizeitführer „Köln ohne Geld“ zeigt zumindest im Inhaltsverzeichnis kaum Neues. Bereits ca. 2004 erschien ein ähnliches Buch von einem Verfasser, dessen Name mir entfallen ist, aber damals doch den Gedanken hinterließ „das kann ich besser“.

Mit dem Aufkommen von WordPress und anderen Hilfsmitteln reifte die Idee einer Umsetzung als Blog und Website. Ein Übungsprojekt im Rahmen einer Weiterbildung bot den nötigen Raum, obwohl ich bereits zwei Websites mit diesem Instrument aufgesetzt hatte.

Für wen?

Menschen in und um Köln, die dort leben, nicht per se Touristen, nicht ausschließlich Menschen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, die aber Geld sparen wollen, evtl. leider auch müssen. Dies soll nicht verkniffen und pfennigfuchsend, sondern kreativ und mit offenen Augen geschehen. Schließlich gibt es in dieser Stadt noch Einiges zu entdecken.

 

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